Hunte

Daten

Gesamtlänge: 24,00km
Freifließend: 24,00km
Klassifizierung: Klasse Vb
WSD: Nordwest

Hafenliste

Kilometer 0,10

Die Hunte ist ein 189 km langer, linker und westlicher Nebenfluss der Weser in Niedersachsen (Deutschland). Sie ist nach der Aller der zweitlängste Nebenfluss der Weser. Sie durchquert bzw. berührt die Landkreise Osnabrück, Diepholz, Vechta, Oldenburg, Wesermarsch und die Stadt Oldenburg.
Verlauf
Der Fluss entspringt südlich des Wiehengebirges am Nordhang des Holzhauser Berges im Osnabrücker Hügelland nördlich von Melle westlich des Weilers Hustädte. Das Quellgebiet liegt zwischen den Meller Stadtteilen Oldendorf und Buer und gehört zum Naturpark TERRA.vita.
In einem kurzen Durchbruchstal durchquert die Hunte den Kamm des Wiehengebirges zwischen dem Linner Berg (181 m) im Westen und dem Kleinen Kellenberg (161 m) und erreicht etwa 10 km von der Quelle die Norddeutsche Tiefebene. Bei der Burg Wittlage am Ostrand von Bad Essen wird sie unter dem Mittellandkanal hindurch geleitet. Ein Teil des Wassers wird auch in den Kanal eingespeist.
Im Moorgürtel fließt die Hunte durch Bohmte und dann in den Dümmer. Den Dümmer verlässt sie mit zwei Hauptarmen, die sich in Diepholz wieder vereinen. Der westliche heißt Hunte, der östliche Lohne. Die nächsten Orte an der Hunte sind Drebber und Barnstorf. Dann tritt sie in die Wildeshauser Geest ein, wo sie Goldenstedt und Wildeshausen durchfließt und südlich von Dötlingen die Aue aufnimmt. In nordwestlicher Richtung durchschneidet sie die landschaftlich reizvolle Niederung westlich der Osenberge – dieser Flussabschnitt gehört zu den schönsten und ökologisch bedeutendsten der Hunte.
Bei Wardenburg verlässt sie den Naturpark Wildeshauser Geest. Als Besonderheit kreuzt die Lethe bei Hundsmühlen die Hunte: Ihr Wasser wird durch Düker unter der Hunte hindurch geführt. So kommt es, dass die Lethe, obwohl ihr Einzugsgebiet links der Hunte liegt, über den Osternburger Kanal orografisch von rechts (Süden) im Oldenburger Stadtteil Osternburg in die Hunte einmündet.
Im südlichen Stadtgebiet von Oldenburg, südlich des Küstenkanals, teilt sich die Hunte: Die Alte Hunte wird durch einen Düker bei KüK-km 2,4, oberhalb der Schleuse Oldenburg, von Süden nach Norden geleitet und verläuft dann nördlich des Küstenkanals. Unterhalb der Stadtautobahn wurden umfangreiche wasserbauliche Maßnahmen durchgeführt, die 2006 abgeschlossen wurden. Im Zuge einer Neugestaltung des Flussbades OLANTIS erhielt in diesem Bereich die Alte Hunte (die hier auch „Mühlenhunte“ genannt wird) ein neues, naturnah gestaltetes Bett als Teil des Landschaftsparks Mühlenhunte.[4][5] Die Alte Hunte fließt anschließend am Schlossgarten und an der Huntestraße entlang und speist unterhalb des Stautors den Alten Hafen. Am Stautor mündet, von links (Westen) kommend, die Haaren in die Hunte.
Die Neue Hunte fließt südöstlich des Küstenkanals parallel zu diesem und mündet unterhalb der Realschule Osternburg, am unteren Ende des Vorhafens der Schleuse Oldenburg, in die Kanaltrasse ein. Von hier ab bis zum km 0,00 gehört die Neue Hunte zum Küstenkanal. An seinem Anfang vereinigt sich die Neue Hunte unterhalb des Wendehafens mit der Alten Hunte. Den Namen „Neue Hunte“ trägt der Flussarm, weil sein Bett erst im Zusammenhang mit den Kanalbauarbeiten angelegt worden ist.
In Oldenburg knickt die Hunte nach Nordosten ab und gelangt ins Marschland. Sie bildet zunächst die Grenze zwischen den Landkreisen Oldenburg und Wesermarsch, etwas stromabwärts dann die Grenze zwischen dem südöstlich gelegenen Stedingen und dem bis an den Jadebusen reichenden Stadland. Südlich von Elsfleth mündet sie in die von Südosten kommende Weser. Bis Ende des 19. Jahrhunderts floss die Hunte südlich von Elsfleth in den Weserarm Westergate. Dieser wurde an seinem Beginn von der Weser abgeklemmt. Der nördliche Teil der Westergate wird seitdem der Hunte zugerechnet, so dass Elsfleth nicht mehr an der Weser, sondern an der Hunte liegt.
(Quelle: Wikipedia)